Prof. Dr. Albert Endres und Softwarepatente
Neues und Chronik
2004-08-07 Endres attackiert erneut "Position des FFII" (zitiert weiterhin keine Quellen, liefert keine Begründungen für bisherige Behauptungen, behauptet nur noch zusätzlich, Softwarepatente folgten aus dem Recht auf Privateigentum gemäß Art 14 GG)
2004-07-29 DE Endres (GI-Beirat) attackiert "Position des FFII"
2004-07-26 DE Endres führt GI-Mehrheitsmeinung auf Unwissen und "Staubaufwirbeln" durch "Pilch und Freunde" zurück
2004-07-23 DE PA Pfeiffer in "Informatik - Forschung und Entwicklung": Softwareprobleme im Patentrecht - wärmstens empfehlender Kommentar von Endres --informative Antworten einiger Diskutanten hierzu wurden ohne Erklärung aus dem Forum entfernt
2001-02 Lutterbeck antwortet auf Endres
2000-12 Endres beteiligt sich zeitweilig an Forum patents at aful org -- Diskussion ist schwer zu verfolgen, da Endres oder sein Programm die Gespraechsfaeden (threads, Verbindungen zwischen Forums-Zusendungen) durchtrennen.
2000-11 Endres in "Informatik Spektrum": Wem nützen und wem schaden Software-Patente -- Nutznießer: diejenigen, die die Professionalisierung der Informatik und der Software-"Industrie" vorantreiben; Geschädigte: Unkreative, "bloße Coder", Abstauber fremden geistigen Eigentums, Opensource-Bewegung (die einer echten Professionalisierung der Branche im Weg steht)
2000-11 Stellungnahme von Endres zu Softwarepatent-Konsultation der Europäischen Kommission
2000-11-06..10 Systems München: Endres fordert auf Podiumsdiskussion der Computerzeitung Streichung des Ausschlusses von Software aus dem EPÜ, meint Informatik nehme dadurch Schaden, dass "bloße Coder" sich an Ideen anderer bedienen dürfen, meint, der Gesetzgeber müsse sich zwischen Opensource-Hippie-Romantik und der seriösen Ingenieursmethodik einer reifen Industrie entscheiden.
1957-1992 Mitarbeiter der IBM Deutschland
Allgemeines
- e-post: a endres at computer org
- GI-Beirat
- ist jetzt in Sindelfingen bei Stuttgart zu Hause, wohl über 70 Jahre alt
Mitherausgeber von Informatik - Forschung und Entwicklung (als solcher Förderer von vielversprechenden Autoren wie PA Axel Pfeiffer)
Endres ist laut http://www.depatnisnet.de/ bislang bei keiner Patentanmeldung als "Erfinder" genannt.
- laut mündlichen Angaben auf CZ-Podiumsdiskussion 2000 seit den 70er Jahren an Patentierung interessiert, bekämpfte damals immer die damals vorherrschende Meinung, Informatik sei ein Gebiet der Mathematik, wollte sie vielmehr den Ingenieurwissenschaften zugeordnet sehen, erkannte den 1973 mit dem EPÜ einhergegenden Sieg der Gegenmeinung nie an
Zitate von Albert Endres
Aus "Wem schaden Softwarepatente, wem nützen sie" (Informatik-Spektrum 2000-11)
Dass der Open-Source-Kult neue Perspektiven für die Zukunft der Software eröffnet, bezweifele ich. Es handelt sich m.E. um einen (romantischen) Rückfall in die Zeit vor 1969, als Software primär als kostenlose Beigabe zu Rechnern angesehen wurde. Was wir dagegen heute und in Zukunft brauchen, ist eine richtige Einschätzung des hohen Wertes von Software.
Vielleicht ist aber der Nutzen Open Source Software gar nur eine Illusion oder (für einen Kult) nur eine Nebensächlichkeit. Das bedeutet aber nicht, dass man die Realität des Phänomens übersehen kann. Genau so wie die Stadt Berlin nicht umhin kann abzuwägen zwischen «Love Parade» und klassischem Kultur - und Unterhaltungsangebot, muss man sich auch hier überlegen, wofür man sich mehr engagiert.
Ginge es nach dem Wunsch der Alternativszene, so würde Europa die Uhr um etwa 30 Jahre zurückdrehen und einen Naturschutzpark besonderer Art aufbauen, nämlich ein «softwarepatentfreies Europa». Dafür machen sich bezeichnenderweise weniger die Europäer selbst stark, sondern Leute, die in den USA seit Jahren jede Form des geistigen Eigentums bekämpfen, wie etwa Stallman. Dass ein europäischer Sonderweg im Zeitalter der Globalisierung wenig Sinn macht, scheint vergessen zu werden.
Es ist wichtig, in der augenblicklichen Diskussion auseinander zu halten, was die Interessen von kleinen, wenn auch lautstarken Gruppen sind und was der Gesellschaft sowie dem Fachgebiet Informatik und der Wissenschaft auf breiter Basis nützt.
