Grokline040526De

2004-05-26 US Grokline: genaue Projektueberwachung als Antwort auf Patentangst

s. auch Neues, Schutzschild

Das Projekt Grokline, das aus Groklaw entstanden ist, wird sich in Zukunft um die Dokumentation von neuheitsschädigenden Dokumenten aus dem Linux- und Unixumfeld kümmern, um gegen Angriffe der Art von The Sco Group gerüstet zu sein.

Greg Adhorian hatte bereits vor Jahren unter dem Stichwort Patent Busting einen ähnlichen Ansatz vertreten. Auch der Free Software Guru Richard Stallman hat nach der feindlichen Übernahme der Softwarewirtschaft durch die Patentanwälte 1994 derartige Ansätze ansatzweise diskutiert, sie aber schnell als untauglich verworfen.

Allerdings ist zu hoffen, dass der Dienst eine ähnliche breite Recherche wie Groklaw leisten wird. Und man darf gespannt sein, ob die Geschichtsforschung von Grokline Änderungen im Patentsystem in den Vereinigten Staaten anregen wird, das auch von Seiten der Wettbewerbshüter in der Kritik steht.

Der FFII hat dagegen immer die Position vertreten, dass Verbesserungen im Patentsystem über den Gesetzgeber angetrebt werden sollten, statt an den Symptomen herumzudoktorn. Denn prior art Nachweise sind Sysiphosarbeiten. Und Patente können nicht so schnell gelöscht werden, wie sie angemeldet werden.

http://www.grokline.net/

Einen anderen Ansatz verfolgt der Linux Chefentwickler Linus Torvalds, der wie in der Presse berichtet in Zukunft ein Signatursystem für Patches für den Kernel einführen will. Auf diese Weise soll die Dokumentation der Codeherkunft vereinfacht werden.

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