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Neuigkeiten
2004-08-29 WAMS: Konzerne streiten mit Unis um Patent-Eigentum (Scheitern der Hochschulpatentverwertung, BDI: Patente aus universitärer Auftragsforschung gehören dem Auftraggeber)
BMBF veröffentlicht Kleinen Katechismus zu Softwarepatenten
BMBF-Standpunkt zu Softwarepatenten
In den Verhandlungen zwischen den Berliner Ministerien zur Festlegung des "deutschen Standpunktes" in den Hinterzimmern des EU-Rates 2002-2004 stand das BMBF fest auf der Seite des BMJ, d.h. es votierte für grenzenlose Patentierbarkeit im Sinne des letztlich dank deutschem Einsatz angenommenen Ratspapiers. Die BMBF-Patentpolitiker sind davon überzeugt, dass die Weisung zur Patentierbarkeit von Software quasi von Gott stammt und auf dem Berg Sinai an Moses übergeben wurde.
Überlegungen zur Hochschul-Patentbewegung
Die Hochschul-Patentbewegung ist eine in einen Rahmenprozess eingebettete Aktivität von am Patentwesen interessierten Kreisen. Dabei ist im ersten Moment schwer zu beurteilen ob nun der Rahmenprozess die Hochschul-Patentbewegung antreibt oder vielmehr umgekehrt die Hochschul-Patentbewegung massgeblich den Rahmenprozess treibt.
Verschiedenes (Materialsammlung)
19:00 Uhr, 28. Januar 2004
IGLU-Studie: Soziale Schicht entscheidet über Schullaufbahn
Berlin: Als Konsequenz aus der internationalen Grundschul-Lese-Studie IGLU hat Bundesbildungsministerin Bulmahn den konsequenten Ausbau von Ganztagsschulen gefordert. Der Grund: Wie die PISA-Studie für die 15-Jährigen hat auch IGLU einen deutlichen Vorteil für Kinder aus höheren sozialen Schichten gezeigt. Bulmahn bezeichnete es als alarmierend, dass fast die Hälfte aller Schüler nach der vierten Klasse falsche Schulempfehlungen erhalten und dies oft mit der sozialen Schicht zusammenhänge.
(Quelle: BR-Radionachrichten)
18:00 Uhr, 26. Januar 2004
Bayern will ZVS abschaffen - Bulmahn kündigt Uni-Wettbewerb an
Berlin/München : Bayern will die zentrale Vergabestelle für Studienplätze "ZVS" stufenweise abschaffen. Wissenschaftsminister Goppel sagte zur Begründung, wenn Studenten Studiengebühren zahlten, müssten sie selbst entscheiden können, wo sie studieren. Umgekehrt müssen sich nach Ansicht des Ministers auch die Hochschulen ihre Studenten aussuchen können.
Unterdessen hat die Bundesregierung einen Wettbewerb angekündigt, um Elite-Universitäten heraus zu filtern. Bundesbildungsminsterin Bulmahn will die Gewinner dieses Wettbewerbs fünf Jahre lang mit jährlich je 50 Millionen Euro fördern. Nach den Vorstellungen der Bildungsministerin soll das Auswahlverfahren in zwei Stufen stattfinden. Eine Experten- Jury soll die Hochschulen bewerten.
(Quelle: BR-Radionachrichten)
http://lists.ffii.org/archive/mails/offen/2004/Jan/0007.html heise online: Bildungsministerin will Forschungssystem "umfassend modernisieren"
Es nennt sich "Innovations-Offensive" und soll Spitzenleistungen/Eliten-Ausbildung ab 2006 mit anfänglich 60 Millionen Euro fördern. Weiterhin soll die Forschunglandschaft radikal modernisiert werden.
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/16463/1.html Heise/TelePolis: "Das braucht das Land ..." Thorsten Stegemann 07.01.2004 Die SPD sucht die Eliten von morgen
12:00 Uhr, 06. Januar 2004
SPD-Spitze spricht sich für Eliteuniversitäten aus
Weimar: Die SPD-Spitze hat sich auf ihrer Klausurtagung dafür ausgesprochen, in Deutschland Eliteuniversitäten einzurichten. Das Parteipräsidium verständigte sich auf ein Papier, mit dem die Bildung und die Forschung künftig stärker gefördert werden sollen.
Bundesbildungsministerin Bulmahn sagte, es sollten etwa zehn herausragende Hochschulen etabliert werden. Sie wies aber darauf hin, dass es keine Neugründungen von Eliteuniversitäten geben wird. Statt dessen sollten diese aus dem Wettbewerb der bestehenden Hochschulen entstehen.
(Quelle: BR-Radionachrichten)
http://lists.ffii.org/archive/mails/swpat/2004/Jan/0016.html Heise berichtet über eine rege Diskussion mit durchaus konträren Standpunkten bezüglich obiger SPD-Stellungnahme zu Elite-Universitäten.
19:00 Uhr, 06. Januar 2004
Schröder will Forschung und Bildung vorantreiben
Weimar: Bundeskanzler Schröder will Bildung und Forschung stärker fördern. Nach einer Klausurtagung des SPD-Vorstands in Weimar sagte der Parteichef, er werde darüber in der nächsten Woche mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft sprechen. Zur Debatte über die ethischen Grenzen der Bio- und Gentechnik erklärte der Kanzler, auch in dieser Frage könne man nichts zementieren. Allgemein strebt die SPD an, den Anteil von Studenten eines Jahrgangs von derzeit 35,6 auf 40 Prozent zu erhöhen. Spitzenleistungen an den Hochschulen sollen verstärkt unterstützt werden.
(Quelle: BR-Radionachrichten)
http://lists.ffii.org/archive/mails/swpat/2003/Dec/0018.html Die Bildungsministerin biedert sich mit Microsoft an.
http://lists.ffii.org/archive/mails/swpat/2003/Dec/0079.html Die Gesellschaft für Informatik wird nun von Prof. Herrn Dr. Jarke von der RWTH geführt. Er will sich unter anderem für die stärkere Verknüpfung der Hochschulen mit der Industrie einsetzen und weiterhin das Qualitäts-Level der Hochschulen bei den kommenden Umbrüchen bewahren.
http://lists.ffii.org/archive/mails/swpat/2004/Jan/0012.html Eine betont kritische Auseinandersetzung mit dem obigen Bericht, insbesondere wird die RWTH wegen ihrer existierenden industriellen Bindungen als "Handy-Hochschule" herausgestellt, es werden Bedenken zur offenbar bald anstehenden Umstrukturierung des wissenschaftlich/universtären Sektors vorgetragen, und es werden dem Fest-Statement der GI eigene Gedanken zu Systemen gegenübergestellt.
Bei der Umstrukturierung des Wissenschaftssektors in eine komerzielle Form sind viele Personen involviert, mit diversen Interessen und Prämissen, wobei der Wandel für jeden einzelnen mit gewissen Vor- und Nachteilen verbunden ist.
- Rektoren
- Professoren
- Wissenschaftliche Mitarbeiter
- Patent-Stellen in den Hochschulen
- Technologie-Transferstellen in den Hochschulen
- Doktoranden
- Diplomanden
- Studenten
- Die Industrie
- Das BMBF
- Das BMF
- Der Steuerzahler
... bitte obige Liste um Einzel-Auswirkungen, Motivationen, Pro´s und Contra´s ergänzen ...
