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Neues


Wenn Manager von Weltkonzernen in Verbandsaufsichträte gewählt werden, ist das in der Regel eher symbolisch.

- na klar, und die Aussagen vom VSI seit damals sind es auch. Es heißt natürlich nicht, daß er selbst Macht ausübt, aber seine Abteilung bei einer Aktiengesellschaft ist der Vorstand dem Aufsichtsrat verpflichtet.


Die Links auf die dmmv-Seiten liefern einen 404.

Offenbar sind die Mitglieder des dmmv in erster Linie Web-Designer:

"Dieser DMMV verärgerte bereits seine Mitglieder, in erster Linie Web-Designer, durch sein Eintreten für Software-Patentierung in der EU.":

https://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=11725&commentid=40972&order=location


SCOmische Aktion in Deutschland Christian Stamitz 16.01.2004 - 23:23

SCO, aus dem wirtschaftlich gescheiterten Linux-Distributor Caldera hervorgegangen, sorgte im letzten Jahr auf dem amerikanischen Markt für allerlei Wirbel mit wechselnden Intellectual Property Anschuldigungen gegen Linux-Systeme. Ein Klage gegen IBM läuft und mit der begleitenden Medienkampagne ein spektakulärer Turnaround auf dem Aktienmarkt geschafft.

Dabei verstieß SCO so ziemlich gegen alle Geschäftssitten. In Deutschland musste die Firma klein beigeben wegen einstweiliger Verfügungen (Tarent vs. SCO), die sich auf das geschäftsschädigende Verhalten bezogen. In den USA verkauft SCO inzwischen Lizenzen mit denen angebliche illegaler SCO-Code in Linux lizensiert werde.

Ganz lassen kann es SCO in Deutschland aber nicht gegen das Münchner Urteil zu rebellieren. Der Nachrichtendienst Heise meldet, SCO sei dem Deutschen Multimediaverband (DMMV) beigetreten. SCO-Vertreter Greg Blepp bekleidet Vorstandsposten im DMMV. Dieser DMMV verärgerte bereits seine Mitglieder, in erster Linie Web-Designer, durch sein gelegentliches Eintreten für Software-Patentierung in der EU.

Heise schreibt: "Mit dem Beitritt möchte die SCO Group den Multimedia-Bereich für IP-Fragen sensibilisieren, da dieser häufig Linux einsetzt." Sollte dies von SCO wörtlich so lanciert worden sein, könnte ein Verstoss gegen die gerichtlichen Auflagen vorliegen. Durch sein FUD mit Behauptungen zum geistigen Eigentum gilt SCO mittlerweile als Schmuddelkind und Desperado der IT Branche.


- 30.9. DMMV begrüßt Entscheidung des Europäischen Parlaments zu Softwarepatenten

DMMV begrüßt Entscheidung des Europäischen Parlaments zu Softwarepatenten

Innovationskraft von kleinen und mittelständischen Softwareunternehmen bleibt erhalten

Düsseldorf, 30. September 2003 (press1:iBOT) Der Deutsche Multimedia Verband (dmmv ) e.V. hat die Entscheidung der EU-Parlamentarier zu Softwarepatenten begrüßt. Im Rahmen ihres Votums hatten die Parlamentarier, den Vorschlag der EU-Kommission zwar in erster Lesung verabschiedet, aber mit rund 80 Änderungen zu dem Vorschlag der Kommission, auch sichergestellt, dass Software in der Regel allein dem Urheberrechtsschutz unterfällt und damit amerikanischen Verhältnissen hinsichtlich des Patentschutzes einen Riegel vorgeschoben.

Bei den Mitgliedern der Mitte des Jahres gegründeten Fachgruppe Softwareindustrie im dmmv, die auf die jahrelange Kompetenz und Erfahrung des Verbands der Softwareindustrie (VSI) e.V. zurückgreifen kann, stößt die Entscheidung auf breite Zustimmung. Gerade die mittelständische Softwareindustrie, die das Heraufziehen amerikanischer Verhältnisse und damit eine grenzenlose Patentierbarkeit befürchtet hatte, sieht in dem jetzt vorliegenden Ergebnis einen guten Kompromiss zwischen der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Europas, zu der grundsätzlich auch der Patentschutz gehört, und dem Interesse gerade kleinerer Unternehmen. Die Kreativität und Innovationsfähigkeit dieser Unternehmen sind damit nicht durch das hohe Risiko einer Patentrechtsverletzung gehemmt.

"Grundsätzlich wird die Entscheidung den Gegebenheiten der Softwarebranche gerecht. Mit den neuen Formulierungen in Artikel 2 ist eine computerimplementierte Erfindung klar definiert und es kann nach unserer Ansicht auch nicht über Umwege ein "Datenverarbeitungsprogramm", also alleine die Software, in den Genuss des Patentschutzes gelangen. Im Gegenzug ist nach unserer Ansicht die Möglichkeit einer Patentierung für die Bereiche, in denen dies auch aus wettbewerbspolitischen Gründen notwendig ist, weiter möglich. Dass sich die Mehrheiten für die angenommenen Änderungsanträge aus unterschiedlichen politischen Lagern zusammengesetzt haben, spiegelt die politische Debatte wieder, die schon vorher einen zweifachen Aufschub der Abstimmung erzwungen hatte" kommentiert Rudi Gallist (R+T GmbH), Vorsitzender der Fachgruppe Softwareindustrie und dmmv-Vizepräsident, das Parlamentsvotum.

Gallist weist in diesem Zusammenhang unter anderem auch auf den wachsenden Markt von Multimedia-Software für mobile Endgeräte hin: "Sollte etwa ein Patentgericht der Meinung sein, ein Handyspiel sei als technischer Beitrag patentierbar, so kann das negative Signalwirkung für die aufstrebende europäische Entertainmentsoftware-Industrie haben. Wir brauchen den Wettbewerb der Ideen in Europa, nicht den Wettbewerb der Patentanwälte."

Gallist fordert die EU-Parlamentarier daher auf, auf die Notwendigkeiten und Gegebenheiten vor allem der kleinen und mittelständischen Software-Unternehmen in Europa Rücksicht zu nehmen: "Es muss sicher gestellt werden, dass beispielsweise Algorithmen, also grundsätzliche Methoden, mit denen Software funktioniert, auch in Zukunft nicht patentierbar sind."

Allerdings müssen nach Ansicht des dmmv auf alle Fälle auch die Kosten für die Registrierung und die Recherche von Patenten auf ein Mass reduziert werden, dass es auch kleinen und mittelständischen Unternehmen erlaubt, Patente anzumelden bzw. eine Recherche mit einem angemessenen Zeit- und Kostenaufwand durchzuführen.

"Wir müssen auf alle Fälle für eine Stärkung unserer mittelständisch geprägten Softwareindustrie sorgen. Darauf wird auch in Zukunft der Fokus unserer Aktivitäten liegen" schliesst Gallist seine Stellungnahme.

Kontakt: Deutscher Multimedia Verband (dmmv) e.V. Christoph Salzig, Pressesprecher Tel. 0211 600 456 -26, Fax: -33 mailto:salzig@dmmv.de http://www.dmmv.de

Wir über uns: Der Deutsche Multimedia Verband (dmmv) e.V. ist Europas mitgliederstärkste Interessen- und Berufsvertretung der Digitalen Wirtschaft. Hierzu gehören alle Marktteilnehmer, deren wesentlicher Geschäftszweck die Schaffung, Entwicklung, Verarbeitung, Veredelung, Speicherung oder Distribution interaktiver digitaler Inhalte, Produkte und Services ist, unabhängig von der technischen Plattform.

Die mehr als 1.000 Mitglieder des dmmv sind Dienstleister interaktiver Medien, Interactivagenturen, Medienproduzenten, Entwickler individueller Software, Systemhäuser, Softwarehändler, Mobile-Services-Anbieter, E-Kiosk- Anbieter, Vermarkter interaktiver Medien, E-Commerce-Anbieter, E-Services-Anbieter, E-Content-Anbieter, Anbieter im Bereich interaktives Fernsehen, Berater und Aus-& Weiterbildungsinstitutionen. Er vertritt bundesweit mehr als 1.400 Unternehmen* der Digitalen Wirtschaft in medien- und ordnungspolitischen Belangen.

Als der maßgebliche Berufsverband der digitalen Wirtschaft entwickelt der dmmv Aus- und Weiterbildungsmodelle (mit Zertifizierung zur Qualitätssicherung), Kalkulationsgrundlagen, Musterverträge und Handlungsempfehlungen für die neuen Tätigkeitsfelder. Seine Kernfunktion liegt neben der politischen Arbeit in seiner Leistung als Know-how-Pool, Austauschplattform und Anbieter von Serviceleistungen für seine Mitglieder.

Der dmmv bildet das Dach für eigenständige Fachgruppen, in denen die einzelnen Branchensegmente der Digitalen Wirtschaft organisiert sind. Die inhaltliche Arbeit sowie der Austausch der Fachgruppen untereinander ist durch übergreifende Arbeitskreise gewährleistet. Unter www.dmmv.de steht den Mitgliedern eine effektive Kommunikations- und Arbeitsplattform zur Verfügung mit umfassendem Inhalteangebot, Foren, Mailinglisten, Voting und Downloads.

Als Ansprechpartner für Behörden, Presse und andere Branchenvertretungen ist es dem dmmv gelungen, eine starke Interessenvertretung zu schaffen, um dem Bereich der interaktiven digitalen Medien, Dienste & Anwendungen ein für alle Marktteilnehmer ertragreiches Tätigkeitsfeld zu gewährleisten.


-23.10 golem: dmmv spricht sich gegen Softwarepatente aus Verband empfiehlt EU-Ministerrat, Parlamentsentscheidung zu folgen

Bei den Mitgliedern der Mitte des Jahres gegründeten Fachgruppe Softwareindustrie im dmmv, die aus einer Kooperation mit dem Verband der Softwareindustrie (VSI) e.V. hervorgeht, sei die Entscheidung des Europäischen Parlaments auf breite Zustimmung gestoßen, so der dmmv. Gerade die mittelständische Softwareindustrie, die das Heraufziehen amerikanischer Verhältnisse und damit eine grenzenlose Patentierbarkeit befürchte, sehe in dem jetzt vorliegenden Ergebnis einen guten Kompromiss zwischen der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Europas, zu der grundsätzlich auch der Patentschutz gehört, und dem Interesse gerade kleinerer Unternehmen. Die Kreativität und Innovationsfähigkeit dieser Unternehmen seien damit nicht durch das hohe Risiko einer Patentrechtsverletzung gehemmt.

"Grundsätzlich wird die Entscheidung den Gegebenheiten der Softwarebranche gerecht. Mit den neuen Formulierungen in Artikel 2 ist eine computerimplementierte Erfindung klar definiert und es kann nach unserer Ansicht auch nicht über Umwege ein 'Datenverarbeitungsprogramm', also alleine die Software, in den Genuss des Patentschutzes gelangen. Im Gegenzug ist nach unserer Ansicht die Möglichkeit einer Patentierung für die Bereiche, in denen dies auch aus wettbewerbspolitischen Gründen notwendig ist, weiter möglich" so Rudolf Gallist, Vorsitzender der Fachgruppe Softwareindustrie und dmmv-Vizepräsident. Gallist, zugleich Vorstandsvorsitzender des VSI, fiel unter anderem durch seine Lobby-Arbeit gegen Open-Source-Software auf.

"Sollte etwa ein Patentgericht der Meinung sein, ein Handyspiel sei als technischer Beitrag patentierbar, so kann das negative Signalwirkung für die aufstrebende europäische Entertainmentsoftware-Industrie haben. Wir brauchen den Wettbewerb der Ideen in Europa, nicht den Wettbewerb der Patentanwälte", so Gallist weiter. Er fordert den EU-Ministerrat daher auf, auf die Notwendigkeiten und Gegebenheiten vor allem der kleinen und mittelständischen Software-Unternehmen in Europa Rücksicht zu nehmen: "Es muss sichergestellt werden, dass beispielsweise Algorithmen, also grundsätzliche Methoden, mit denen Software funktioniert, auch in Zukunft nicht patentierbar sind."

Nach Ansicht des dmmv müssen aber auch die Kosten für die Registrierung und die Recherche von Patenten auf ein Maß reduziert werden, das es auch kleinen und mittelständischen Unternehmen erlaubt, Patente anzumelden bzw. eine Recherche mit einem angemessenen Zeit- und Kostenaufwand durchzuführen.


http://www.heise.de/newsticker/meldung/45496

Im gestrigen SCO-Nachrichtenüberblick hieß es übrigens, dass Gregory Blepp, Vizepräsident der Lizenzabteilung SCOSources, auf der CeBIT zum Thema "Softwaremarkt Deutschland und die Notwendigkeit von IP-Lizenzen" referieren wird. Dies ist zumindest nach Darstellung des Veranstalters dmmv nicht korrekt, vielmehr werde Gregory Blepp allgemein über den "Softwaremarkt Deutschland" sprechen. Blepp, der zuletzt in Spanien dafür geworben hat, dass europäische Firmen IP-Lizenzen von SCO kaufen, hält das Referat in Hannover, weil er zur CeBIT eine hohe Position im Deutschen Multimediaverband übernehmen soll.

Auch hier gibt es eine pikante Verbindung: Für die Berufung von Blepp soll sich dmmv-Vizepräsident Rudolf Gallist stark gemacht haben, der von 1991 bis 2000 Geschäftsführer der deutschen Microsoft GmbH war. Das Signal, das mit einem Top-Manager der SCO Group im "Verband der digitalen Wirtschaft" -- so die Selbstbeschreibung des dmmv -- gesetzt wird, nennt ein Mitglied des dmmv "sehr unglücklich". Ein anderes Mitglied vertrat die entgegengesetzte Position: "Es ist ein Signal für die deutsche Softwareindustrie, dass das geistige Eigentum anderer geachtet werden muss." Die direkten Gegenspieler von SCO dürfte die Sache allerdings kaum interessieren: IBM ist aus dem dmmv ausgetreten, Novell ist nicht Mitglied im Verband.


Updates zu Blepp:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/45728

http://www.heise.de/newsticker/meldung/45866

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