2004-08-25 Webnetz: Microsoft und der Patentewahn
In der August-Ausgabe ist unter "Microsoft und der Patentewahn" zu lesen:
Die Firma Microsoft ist Inhaber einer Vielzahl an Patenten. So manches Patent ist dabei höchst umstritten, denn oftmals wird gefragt, ob die Nutzung nicht schon vor dem Patentantrag normal war. Die letzten Patente, die Microsoft bewilligt bekam, verursachten teils ein Schmunzeln, teils aber auch ein wenig Ärger bei den Usern und bei den Konkurrenten. Zu solchen Patenten gehören beispielsweise Geräte und Methoden, die den Fernsehzuschauer dazu verleiten, die Werbeunterbrechungen aufmerksam zu schauen, oder aber die Nutzung der Leitfähigkeit der Haut zum Zweck der Datenverteilung oder Stromversorgung. Nun hat Microsoft ein weiteres Patent in seiner Sammlung, in dem es um die Methode zur verzögerten Registrierung der User geht. Ein lokaler Softwareclient fragt dabei alle Registrierungsdaten eines Users ab, speichert diese lokal ab, und leitet sie erst an einen Registrierungsserver weiter, wenn eine Netzwerkverbindung zu diesem besteht. Die Notwendigkeit für den Schutz dieses Verfahrens sieht Microsoft darin, dass die Registrierungsdaten der User nur einmal eingegeben werden müssen, auch wenn der Registrierungsserver nicht verfügbar ist. Diese Methode erleichtere den Registrierungsvorgang ungemein, so die Redmonder. Den Patentantrag stellten die Redmonder schon 1999 und wurde letzte Woche vom US-Patentamt unter der Nummer 6.775.828 erteilt.
